Italien - ROM und was ich über Romantik und die italienischen Männer lernte....

Mein erstes Mal...

Kaum zu glauben, bei all meinen Reisen, die mich um die Welt treiben, war ich noch nie in Italien. Dabei finde ich das Land wunderschön, habe einige Freunde mit italienischen Wurzeln und mein Lieblingsrestaurant in Frankfurt ist natürlich ein Italiener (das Papanova im Nordend).

 

Die Sache mit Rom kam relativ spontan. Ich hatte kein so gutes Jahr, es gab privat ein paar Hürden zu nehmen und ich musste mich entscheiden in welche Richtung mein Leben laufen soll. In solchen Momenten kann ich am besten abschalten, wenn ich irgendwo hin fahre um den Kopf frei zu bekommen.

 

Also fiel die Wahl auf Rom, weil ich jeweils einen Schnäppchen Flug, und....


...ein günstiges Hotel gefunden habe. In der Nebensaison, ich war im November da, ist das auch kein Problem.

 

Rom hat mich wirklich fasziniert. Eine Stadt wie ein Museum, überall kann man spüren, welche Geschichte dieses Land hat. Wunderschöne Gebäude, kleine Gassen, alte Steinhäuser, unendlich viele Kirchen...

 

In Rom Angekommen, beschließe erst einmal was zu essen. Ich hatte im Internet ein kleines Restaurant in der Nähe vom Vatikan recherchiert. Das hatte ich irgendwie nicht gefunden, dafür aber ein anderes nettes Lokal. Der Wirt empfing mich überschwenglich und versuchte mich mit gebrochenem Englisch in ein Gespräch zu verwickeln. Was am Ende dazu führte, dass er mir seinen Sohn (..den Koch meiner hervorragenden Pasta) schmackhaft machen wollte. Den zerrte er postum aus der Küche um mich vorzustellen und wollte das ich morgen unbedingt wieder bei ihm essen sollte. Am Ende verabschiedete er sich mit Bussi, Bussi bei mir und winkte mir überschwenglich hinterher. Ja, so sind sie die Italiener.... 100% Charme Offensive. :-)

Ich bin am nächsten Tag übrigens woanders essen gegangen, der dortige Wirt, war zwar etwas weniger offensiv, dafür bekam ich aber von ihm eine exklusive Weinverkostung und wieder hervorragende Pasta kredenzt. :-)

 

Ich bin eigentlich keine romantische Person, aber in Rom - das muss ich gestehen - kann man wirklich romantisch werden. Schließlich steckt ja auch "Rom" im Wort "Romantik" drin. Vom Colosseum, über das "Forum Romanum", der Engelsburg und dem Petersdom kann man sich durch die Stadt treiben lassen. An der spanischen Treppe war es mir aber eindeutig zu voll und ich wurde wieder angequatscht. Diesmal aber doch sehr aufdringlich und der Typ wollte mich für den Rest des Tages begleiten und Rom zeigen....Nein, danke. Also ziehe ich weiter und genieße auf einer Anhöhe einen grandiosen Sonnenuntergang, der den Petersdom in ein wunderschönes gelb-rotes Licht taucht. Der Herbst steht vor der Tür, die Luft kühlt auch hier in Italien schneller ab und ich laufe noch zur "Fontana di Trevi". Da herrscht auch reges Treiben, alle wollen ein Geldstück über die Schulter in den Brunnen werfen, weil das angeblich Glück bringt. Die Kulisse ist im Schein der Dunkelheit wirklich sehr schön anzuschauen.

 

Ich genieße wirklich 3 tolle Tage in der Stadt, die mich entschleunigt haben und mir die Ruhe gaben, Entscheidungen zu treffen.  Ich war ganz sicher nicht das letzte Mal in Italien. Dennoch soll mich meine Reise nächstes Jahr erst einmal ganz woanders hinbringen, nämlich nach Indien und die USA. Ich werde berichten....