USA - Mein Trip nach Boston und ein wundervoller "Indian Summer"

Ich reise in die USA, genauer gesagt nach Boston...in privater Mission. Ich besuche mit meiner Freundin deren Eltern, die seit vielen Jahren in Boston leben und arbeiten.

 

Ich komme am Airport an und mein erster Gedanke war: Wie würden Frankfurt`s Flughafen Gegner wohl bei diesem Anblick reagieren? Der Flughafen liegt direkt am Meer und einer Bucht. Quasi in Augenhöhe befinden sich in der Bucht Wohnhäuser und man könnte den Bewohnern fast beim Barbeque im Garten zusehen. Wahnsinn, wie nah die Häuser am Airport stehen....Nein, danke.

 

Es ist November und da kann es in den USA auch schon mal...

 


...Wetter Kapriolen mit Schneestürmen geben. Der Wetter Gott meint es aber gut mit mir und ich erlebe ein fantastisches Farbenspiel, wie ich es bei uns im Herbst noch nicht gesehen habe. Was für ein schönes Licht, fällt mir als Fotografin natürlich sofort auf.

 

Boston ist eine gemütliche Stadt, der man das Erbe britischer Einwanderer an jeder Ecke ansieht. Wunderschöne Häuserzüge, vermischt mit ein wenig neuer Architektur. Dazwischen viele kleine Shops und Restaurants.  Ich war schon mal in Miami und in New York, aber Boston hat im Gegensatz zu den anderen Städten wirklich Charme. Auch die Menschen machen einen ausgeglichenen Eindruck auf mich.

 

Meine Freundin schleift mich 2 Tage durch die Stadt, am dritten Tag fahren wir nach Cambridge und sehen uns die berühmte Elite Uni an. Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das man in Cambridge ganz deutlich sehen kann, wer hier studieren darf. Nämlich nur Leute mit Geld... Das sieht man an der Art der Studenten sofort und an ihrem Auftreten. Eine Durchmischung wie in unseren Unis scheint hier nicht denkbar. Und die Studenten, die hier mit Stipendium studieren dürfen, tun mir fast schon leid, weil sie es ganz sicher nicht leicht haben unter all den "rich kids". Stolz hängen hier in den Fenstern die Fotos berühmter Elite Studenten, von Mark Zuckerberg und John Kerry zum Beispiel.

 

Auf dem Rückweg halten wir an einem Supermarkt und kaufen noch Lobster, den wir dann abends in einer gemütlichen Runde verspeisen. Wenn man in Bostin ist, muss man Hummer essen, dafür ist die Region ja auch bekannt. Ansonsten mache ich kulinarisch natürlich auch Bekanntschaft mit den amerikanischen Highlights....Burger, so groß wie Wagenrad und im "ihop" schöne fettige Pancakes mit Ahornsirup und nochmal schön fett Sahne drüber.... Tja, schnell wird klar, dass ich zu Hause die Waage meiden werde und die Gemüsetheke beim Rewe mein bester Freund sein wird.

 

Beeindruckt hat mich wirklich die Fahrt nach Crane Beach, an dem wir spazieren gehen und die letzen Sonnenstrahlen des Jahres genießen. Viele Menschen sind am Strand, zu Pferd oder zu Fuß. Manche Kinder baden sogar noch im Meer. Was ein schöner Tag, sehr idyllisch.

 

Der letzte Tag ist dann ausgefüllt mit dem, was Frauen am liebsten tun: Shopping. Ca. 1 Autostunde von Boston entfernt befindet sich ein Outlet Store. Ich verliere mich in Schuhgeschäften, GAP, Banana Republic und anderen USA Marken. Die Kreditkarte wird des öfteren gezückt. Allerdings ist das der Mutter meiner Freundin offenbar nicht genug, die mich dazu antreibt die Gunst der Stunde zu nutzen und ordentlich einzukaufen. :-) Ich bin mal wieder zu zurückhaltend...

 

Eine Woche Boston geht zu Ende mit einem sehr guten Eindruck von dieser Stadt, die gänzlich auf den ersten Blick gar nicht amerikanisch erscheint. Der Indian Summer war traumhaft und mal abgesehen vom ungesunden Fast Food Essen war es eine schöne Woche, die mich zufrieden auf das bevorstehende Jahresende einstimmt.

 

 

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