von pinar del rio in die region matanzas

Kolonialstädte, Strände und die Schweinebucht

 

Wir verlassen Pinar del Rio und rollen los auf Kuba`s Autobahnen. Ähnlich wie ich es in Indien erlebt habe, begenget man auf der Schnellstraße auch mal Fußgängern, Mofas und Reitern. Oder die Menschen warten darauf, dass jemand anhält und sie mitnimmt. Und ab und zu sieht man auch mal einen der vielen Oldtimer, der vielleicht grad einen Platten oder technischen Schaden hat. Die Autos hier werden gefahren bis sie auseinander fallen. Gut, wer sich ein Auto leisten kann, denn das ist nicht selbstverständlich.

 

Unser Ziel ist Trinidad, aber das schaffen wir nicht auf einen Ritt. So machen wir Stop für eine Nacht in Cienfuegos, einer kleinen beschaulichen Kolonialstadt. Im Licht der untergehenden Sonne sieht die Stadt bezaubernd aus und die Menschen kommen auf die Strassen um zu Salsa, Merenge & Co zu tanzen. Das kann man übrigens überall auf Kuba beobachten. Sobald Musik zu hören ist, fangen die Menschen an zu tanzen. Ich schaue gerne dabei zu, aber selbst sehe ich aus wie ein Frosch auf Ecstasy, wenn ich das Tanzbein schwingen soll.... :-)

 

Auf dem Weg nach Cienfuegos kommen wir an der berühmten Schweinebucht vorbei, in der die Exil Kubaner aus Florida an Land gegangen sind um Fidel Castro zu stürzen. Der Putsch misslang, das lehrt die Geschichte. Überhaupt ist auf Kuba viel passiert, das Land hat bewegte Zeiten hinter sich und dem Volk wurde auch viel Unrecht angetan. Dennoch schauen gerade jetzt die Menschen mit Hoffnung in die Zukunft, weil die Sanktionen gelockert werden. Man kann es den Kubanern nur wünschen, dass sich ihre Situation verbessern wird. Sie hätten es verdient.... 1/2

 

 

 


...Nach einer Nacht in Cienfuegos geht es weiter nach Trinidad. Alle die ich kenne und schon mal auf Kuba waren, schwärmen von Trinidad. Und auch ich werde nicht enttäuscht und kann nachvollziehen warum diese Stadt Weltkulturerbe ist.

Man kommt sich in die Kolonialzeit zurück versetzt, viele alte gut erhaltene Bauten, kleine Stadtpaläste, Herrenhäuser, Kirchen in malerischen Straßen, die mit grobem Kopsteinpflaster gesäumt sind.

Rund um die Plaza Major findet man gemütliche Restaurants, Cafes, Bars und Kunsthandwerk Geschäfte.

Wir genießen leckeren Fisch und trinken einen Cocktail, den es nur in Trinidad gibt: "La Canchanchara". Das wird dann auch zum Schlachtruf des Abends, dabei hat das Getränk aber eher einen traurige Geschichte. Getrunken wurde der Cocktail (er besteht aus Havanna Rum, Limes Juice, Honig und frisch gepressten Orangensaft) von den Sklaven, die auf die Zuckerrohrfelder mussten. Diese versuchten sich damit zu betäuben und ihrem Leid dadurch zu entfliehen.

 

Eine neue Erfahrung hab ich auch in Sachen Früchte gemacht. In der Galerie findet ihr ein Foto von orangenen kleinen Früchten, die aussehen als wäre Puderzucker übergezogen. Übersetzt nennen die Kubaner die Früchte "Mäuse Ananas" - keine Ahnung wieso. Aber wenn man die etwas harte Schale geknackt hat, dann befindet sich darin eine helle erfrischende Frucht, die wirklich lecker schmeckt. Wenn ihr solche Früchte auf Kuba seht, unbedingt probieren!

 

Wir genießen die Stadt und bleiben in Trinidad für 2 Tage. Also hier kann man es wirklich aushalten, man kann zur Ruhe kommen und entspannen. Das Meer ist nicht weit und so bleibt auch Zeit für einen halben Tag am Meer. Das Wasser ist unglaublich warm und ich laufe mit meiner Reisebegleiterin den langen Sandstrand bis zur nächsten Biegung und wir finden immer wieder kleine Muscheln. Was gebe ich drum jeden Tag am Meer entlauf langen zu können, seufz.....

 

Ich muss sagen, Trinidad ist bis jetzt das Schönste was ich auf Kuba gesehen habe. Hier kann man sich wirklich sehr wohl fühlen und die Seele baumeln lassen. Man möchte einfach nicht mehr weg hier....

 

 

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