Abenteuer Vietnam - Das Mekong Delta und warum es nicht so gut ist bei Regen in einer Hängematte einzuschlafen.....

Von Ho-Chi-MInh Stadt geht es die nächsten Tage weiter Richtung Süden, nach Ben Tre, Can Tho und zur Cao Dai Sekte mit ihren farbenfrohen Gotteshäusern.

 

Das Mekong Delta ist durchzogen von Wasserstraßen, es ist Vietnams wasserreichste Gegend. Das Land ist fruchtbar, man findet hier nahezu alle Früchte die man sich vorstellen kann, sogar Kakao wächst hier, denn das Mekong Delta ist unglaublich fruchtbar.

Nach der Hektik der Großstadt genieße ich die Fahrten mit dem Boot durch die Wasserstraßen. Wir übernachten auf einer Plantage.

Abends hat die Chefin uns ein üppiges Diner versprochen. Vorher habe ich mich aber nochmal in eine Hängematte an mit  Palmen besäumten Ufer gelegt. Nach ungefähr 3 Seiten Lesen in meinem.....

 


...Buch bin ich eingeschlafen. So eine Hängematte ist einfach himmlisch.

Aufgewacht bin ich vom Regen, der leicht auf den Boden plätschert. Genauer betrachtet lag ich eigentlich mit meinem Hintern schon fast im Wasser. Denn wenn es regnet, tritt das Wasser unglaublich schnell über die Ufer. Also Hosen hochgekrempelt und mit nassen Füßen ging es dann zum Diner. Es gab leckeren Reis, frischen Fisch, Gemüse,Frühlingsrollen und Bier. Lecker.... :-)

Am nächsten Tag geht es nach Cu Chi, bei dem uns der Vietnam Krieg auf eine etwas unerwartete Art wieder einholt. Schon gegen die Franzosen haben die Vietnamesen die Tunnel gegraben und sich sprichwörtlich eingebuddelt. Ausgeklügelt mit Belüftung und Tarnung lebten ganze Dörfer unter der Erde. Und die Kämpfer haben dadurch die Frontlinien der Feinde aus dem Hinterhalt angegriffen und konnten genauso gut wieder entschwinden.

Wir "dicken" Europäer passen kaum durch die Tunnel und ich habe mich auch nur durch einen kleinen Tunnel gewagt, Man mag sich kaum vorstellen wie die Menschen das ausgehalten haben, wohl nur durch unglaublichen Überlebenswillen.

 

Am nächsten Tag geht es zur Cao Dai Sekte nach Tay Ninh, deren Tempel überall genau gleich aussehen. Sie folgen dem Caodaismus, einer seltsam anmutenden Religion. Um die Mittagszeit schauen wir bei deren Zeremonie zu. Rund um den Tempel iegt ein schöner Garten, dahinter fangen unendlich weite Reisfelder an. Die Landschaft ist wirklich wunderschön und wir können sie auch noch unfreiweillig weiter genießen, denn unser Bus hat eine Reifenpanne. Es dauert Stunden um einen Ersatzreifen zu organisieren. Die Zeit vertreiben wir uns dann mal wieder mit leckerem vietnamesischen Essen. Schon seltsam, in Deutschland hätte mich das Warten genervt, aber hier stört es mich kaum.

Abends, es ist schon lange dunkel geworden, kommen wir dann zurück zur Plantage und fallen todmüde ins Bett. Ich kann dennoch nicht schlafen, denn es regnet stark und vor der Hütte laufen und scharren unentwegt Tiere, die vor dem Regen Schutz suchen. Das geht die halbe Nacht so und ich wage mich nicht zu bewegen. Keine Ahnung was das war, ob Ratten oder Vögel. Jedenfalls war es unheimlich. Übermüdet geht es dann am nächsten Tag nach Can Tho, worüber ich noch separat berichten werde.